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22.-28. Juni 2007

Wohnungen sah ich mir an. Um nicht ständig im Hotel leben zu müssen, würde ich eine kleine Firmenwohnung bekommen.

Ich bat meine Assistentin in Shanghai sich darum zu kümmern, dass einer unserer Computer aus dem Büro nach Tianjin geschickt würde. Ein richtiges Desktop Gehäuse, mit Keyboard und Flatscreen. Sie schlug im Gegenzug vor, ich könne die Geräte ja bei meinem nächsten Flug mitnehmen. Es war leider kein Scherz von ihr.

Dienstagabend ging es dann aber schon wieder weiter zu Besprechungen nach Beijing. Zweieinhalb Stunden dauert da so eine Busfahrt von Tür zu Tür. Schnell eingecheckt, Gepäck abgestellt und dann Essen. Natürlich mit der ganzen Gruppe, bis um 0.30 Uhr.

Am nächsten Morgen wachte ich auf und wusste nicht, wo ich war.

Donnerstag waren die Besprechungen dann beendet. Ich stieg um 21.00 Uhr in den Zug am Beijing Westbahnhof und würde am nächsten Morgen Deng Miao bei ihrem Onkel und ihrer Tante in Luoyang treffen ...

8.7.07 03:27, kommentieren

29. Juni 2007

Um 7.15 Uhr kam ich pünktlich in Luoyang an. Deng Miao, Ihr Onkel und Ihre Tante nahmen mich zunächst zum ortsüblichen Frühstück mit. Es gab Eselsuppe – scharf, mit Brotstreifen. Gar nicht schlecht. Nicht unbedingt mein Lieblingsfrühstück, außerdem ist Esel ein wenig zäh.

 

Da Onkel und Tante heute beide Arbeiten musste, hatten sie einen Kollegen des Onkels als Fajrer für den heutigen Tag organisiert und uns ihr Auto zur Verfügung gestellt. Bevor es nun losgehen konnte, mussten jedoch die Nummernschilder getauscht werden. Der Onkel arbeitete bei der Regierung und es war nicht gut, einen Ausländer (nämlich mich) in einem Regierungsfahrzeug zu sehen.

 

Mutig war der Fahrer jedoch. Ich kenne sonst niemanden, der hupend einen Polizeiwagen überholt hätte ...

Nachdem wir uns am Gelben Fluss den Xiaolangdi Staudamm angesehen hatten, mussten wir den dummen Damm auch tatsächlich noch hinauf klettern. Es gab zwar Stufen, aber das machte es nicht besser – wir hatten etwa 38 Grad, es war Mittag und somit waren dies nicht die idealen Rahmenbedingungen, 180 Meter hoch zu laufen. Kurz vor Herztod und Dehydration kamen wir oben an, wo der Fahrer entspannt im klimatisierten Auto saß.

Er brachte uns zum Essen, es gab „Do it yourself Döner“, wobei ich auf Magen und Darm als Belag verzichtete. Den Nachmittag sahen wir uns eine Tempelanlage an, bevor es zurück in die Wohnung von Onkel und Tante ging.

Bevor wir dann wohl eine der wärmsten Nächte meines Lebens verbrachten, entdeckten wir noch ein Geheimnis, was es dieses Wochenende zu enträtseln galt:

1 Kommentar 8.7.07 03:31, kommentieren

1. Juli 2007

Luoyang ... ja, warm war es hier. Bei ca. 38 Grad absolvierten wir ein straffes Programm. Das zwang uns dann auch, Samstagnachmittag um 17.00 Uhr für 3 Stunden zu schlafen ...
Abends aßen wir in einem kleinen, schmutzigen Restaurant, wie wir es mochten. Deng Miao und ihr Onkel verdrückten zu ihrem Essen jeder noch zwei oder drei rohe Knoblauchzehen. Von denen hatten wir dann auch die nächsten zwei Tage noch etwas ...
Der Flughafen übrigens übersichtlich – täglich kam je ein Flug aus Shanghai und Tianjin an und ging dann auch zurück.
Oh, und was es mit der Tüte vom Freitag auf sich hatte, lässt sich bei einem Blick auf die Fotos (siehe Link auf der rechten Seite) am Besten veranschaulichen J

15.7.07 06:18, kommentieren

1. Juli 2007

Luoyang ... ja, warm war es hier. Bei ca. 38 Grad absolvierten wir ein straffes Programm. Das zwang uns dann auch, Samstagnachmittag um 17.00 Uhr für 3 Stunden zu schlafen ...
Abends aßen wir in einem kleinen, schmutzigen Restaurant, wie wir es mochten. Deng Miao und ihr Onkel verdrückten zu ihrem Essen jeder noch zwei oder drei rohe Knoblauchzehen. Von denen hatten wir dann auch die nächsten zwei Tage noch etwas ...
Der Flughafen übrigens übersichtlich – täglich kam je ein Flug aus Shanghai und Tianjin an und ging dann auch zurück.
Oh, und was es mit der Tüte vom Freitag auf sich hatte, lässt sich bei einem Blick auf die Fotos (siehe Link auf der rechten Seite) am Besten veranschaulichen J

15.7.07 06:18, kommentieren

4. Juli 2007

3 Jahre in China, und nun die vierte Wohnung. Diesmal in Tianjin. Eigentlich hatten wir uns nach dem Umzug im letzten Jahr geschworen, der nächste Umzug würde nur noch mittels Container stattfinden, und zwar dann bis in den Hamburger Hafen.

Ich war schon froh, nicht ständig im Hotel zu stecken, sondern meine Privatsphäre zu haben und auch mal was liegen lassen zu können. Außerdem hatte mich genervt, dass es zum Frühstück immer das Gleiche gab. Letztes Mal hatte ich aus Verzweiflung Sonntagmorgen um 8.00 Uhr Gulasch gegessen.

Immerhin war dies die erste Wohnung, aus der man aus dem Bad heraus trat und für dem Kühlschrank stand. Die Küche war etwa so groß, wie eine durchschnittliche Duschkabine. Aber, man konnte eben nicht alles haben. Der Wohnraum war für eine Einzimmerwohnung recht groß und der Schlafraum auf der Galerie angenehm.

 

An die Straßenbaustelle vor der Tür musste ich mich gewöhnen. Sie machte sich leider auch nachts bemerkbar. Das 10. Geschoss gefiel mir aber wieder besser, als nur das 2. Geschoss wie in Shanghai derzeit.

 

Dies war ja eh nur eine Zwischenlösung, bis wir unsere Wohnung in Shanghai kündigen würden und Deng Miao ebenfalls nach Tianjin ziehen würde. Nun ja ...

15.7.07 06:21, kommentieren

13. Juli 2007

Hmpf ... ich komme gar nicht richtig zum Schreiben in der letzten Zeit ... lasst mich überlegen, was sich so ereignet hat ...

Nicht so viel eigentlich. Ich pendle derzeit zwischen Shanghai und Tianjin hin und her. Fliegen war inzwischen ähnlich wie U-Bahnfahren, die Sicherheitshinweise nahm ich schon gar nicht mehr wahr ... Meinem Reisepass sah man diese erhöhte Beanspruchung auch schon an. Ich verglich für mich die drei Fluggesellschaften, die die Strecke bedienten. China Eastern war doch am Besten hier. China Air bot zwar am meisten Essen an, da das aber nicht schmeckte, konnte das die alten Stewardessen auch nicht wettmachen. Shanghai Airlines hingegen hatte knüppelharte Sitze, die die anderthalb Stunden Flug nicht unbedingt angenehmer machten.

 

Unser Baubüro war übrigens erstaunlich sauber. Naja, wenn man bedachte, dass 3 oder 4 Male am Tag alles geputzt wurde – und wir in unseren Teil nur zu viert waren – war es doch nicht so erstaunlich.

 

Auf der Toilette brannten Räucherstäbchen – man konnte sich also vorstellen, man würde in einen Tempel kacken ... Einmal erwischte ich einen Chinesen, der offenbar Weit-Pinkeln übte. Ein anderen Grund, warum man 1,20 Meter vom Urinal weg stehen sollte, fiel mir nicht ein

15.7.07 06:21, kommentieren

14. Juli 2007

Portugiesenparty! Das war mal was anderes. Erst letztes Wochenende hatten wir Paula kennen gelernt und nun waren wir schon auf ihren Geburtstag eingeladen. Hatte ich mich erst über den Namen gewundert, der mir so gar nicht portugiesisch klang, war ich weniger verwundert, als ich zwei Rita´s kennen lernte.

Der Anblick der Frauen bestätigte in der Mode den Trend zum Sack am Leib, das Kleid schien ins Hintertreffen zu geraten. Trotzdem sehr nette, gastfreundliche Leute. Süd-Europäer schienen jedoch deutlich mehr zu rauchen, als Dord-Europäer. Krass, fast jeder war dabei.

Stimmung machten sie jedoch deutlich besser. Falls ich noch einmal heiraten würde, werde ich Portugiesen einladen, dann wird auch die Tanzfläche voll! Ich müsste mir jedoch überlegen, ob ich auch die portugiesischen Schlager spielen würde. Regelmäßiges „ayayayay!“ Kreischen lockerte die Akustik gelegentlich auf. Zusätzlich erinnerte es mich an die Speedy Gonzales Cartoons, die früher im ZDF liefen. Das die vermeintlichen Hackbällchen sich als Süßigkeiten mit Karamellfüllung entpuppten, betrübte ich ein wenig. Doch nur für kurze Zeit. Insgesamt ein schöner Abend.

 

1 Kommentar 15.7.07 06:32, kommentieren